Auch Financial Times und New York Times müssen sparen › Meedia

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  • Un modèle d’affaire pour #seenthis - surtout pas !
    http://solidopinion.com

    GOT COMMENTS? GET REVENUE!
    With just a few lines of code add promoted comments and an entirely new revenue stream.

    Examples
    http://www.sandiegouniontribune.com/commenting-rules (en)
    http://www.tabletmag.com (en)

    Les publications envisageant des licenciments pour cause de pete de revenus
    http://www.nytimes.com/2016/04/18/business/media-websites-battle-falteringad-revenue-and-traffic.html (en)
    http://meedia.de/2016/04/25/alpha-medien-senden-notsignale-auch-financial-times-und-new-york-times-muesse (de)
    http://www.politico.eu/blogs/spence-on-media/2016/04/financial-times-we-are-facing-daunting-conditions (en)
    http://meedia.de/2016/03/17/guardian-media-group-streicht-250-stellen-um-profitabel-zu-werden (de)
    http://nypost.com/2016/04/23/new-york-times-plans-to-cut-hundreds-of-jobs-later-this-year (en)
    http://nypost.com/2016/04/23/new-york-times-plans-to-cut-hundreds-of-jobs-later-this-year (en)

    Kommentieren ist ein Privileg | Telepolis
    http://www.heise.de/tp/artikel/48/48068/1.html

    Michael Robertson, einstiger Gründer von MP3.com, hat nun SolidOpinion.com ins Leben gerufen. Geschäftsidee: Die Forenbenutzung durch Gamification und eine Bezahlschranke zu Geld zu machen, indem Kommentatoren dafür bezahlen, im Ranking nach oben zu rutschen, während gleichzeitig die Qualität der Forumsbeiträge gehoben und Trollen das Leben schwerer gemacht werden soll: „Toxic commenters gone“ wird versprochen: „Your user base is your troll shield!“

    Der Verlag Tribune Publishing, der die Chicago Tribune oder die Los Angeles Times herausgibt, ist schon einmal eingestiegen. Vorsichtig und versuchshalber bei der Website der kleineren San-Diego Union-Tribune. Erst einmal können Nutzer sich im Forum Punkte verdienen, für die sie eine bessere Platzierung ihrer Kommentare erwerben können, wenn sie die Website regelmäßig besuchen und Kommentare schreiben. Sie können aber auch Punkte kaufen.

    Für den ersten Besuch gibt es 50 Punkte, für jeden weiteren Tag 5 Punkte, für das Sharen eines Links 2 Punkte, für den ersten Kommentar unter einem Artikel 3 Punkte. Für einen Kommentar 1 Punkt, für eine Antwort darauf 2 Punkte. Punkte verliert, wessen Kommentare wegen der Verletzung der Forumsregeln markiert oder gesperrt werden. Bezahlt werden muss mit Punkten das Posten von Fotos und Videos, das Ignorieren eines Autors kostet 20 Punkte, das Deaktivieren von Antworten zu einem Kommentar 30 Punkte.

    22 Punkte gibt es für einen Dollar, maximal kann man 880 Punkte für 10 US-Dollar kaufen. Mindestens 15 Punkte sind notwendig, um einen Kommentar weiter nach oben zu pushen. Dort sind drei markierte Plätze an der Spitze für „promoted comments“ reserviert, die die Leser als erstes unter den Artikeln sehen. Man muss freilich nicht seinen eigenen Kommentar puschen, man kann auch den einer anderen Person fördern. Wollen mehrere Leser ihre Kommentare oben sehen, dann gewinnt der Meistbietende. Zum Anreiz werden diejenigen gelistet, die am häufigsten kommentieren, und diejenigen, die am beliebtesten sind.

    Die ersten Plätze sind in den Suchmaschinen-Rankings heiß umkämpft und Gold wert, das will man nun auf die Foren umsetzen. Allerdings dürfte der Erfolg hier doch etwas bescheidener sein, denn ganz vorne werden eben auch hier Trolle und andere Aufmerksamkeitsjäger sein wollen. Gewiefte Leser werden die ersten Positionen daher eher außer Acht lassen. Sollten die gekauften ersten Positionen nicht wiederum viele Kommentare erhalten, dürfte sich das Geschäftsmodell schnell erledigt haben. Allerdings ist es auch eine Spielwiese, gut möglich, dass sich Leser herausgefordert sehen - und dafür auch zahlen -, um im Ranking oben zu stehen oder durch ihre Punkte Privilegien zu genießen. Wer 100.000 Punkte hat, wird zum Monitor - und so auch sichtbar ausgezeichnet - und kann Bemerkungen hinzufügen, mit 30.000 Punkten wird man zum Senior Editor und kann Antworten deaktivieren, als Editor kann man ein Video einbetten etc.

    Weiter getrieben hat das Geschäftsmodell das jüdische Magazin Tablet. Hier muss jeder Leser zahlen, der einen Kommentar schreiben will. Die Kosten gleichen einem normalen Abo. Die Freiheit zum Kommentieren kostet 2 Dollar pro Tag, 18 Dollar im Monat oder 180 Dollar im Jahr.

    #commerce #médias #forums #paywall

    http://seenthis.net/messages/483996 via klaus++