• 31.12.2018 : Die radikale Partei (Tageszeitung junge Welt)
    https://www.jungewelt.de/artikel/346323.kpd-gr%C3%BCndung-die-radikale-partei.html
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/a/a4/Flag_of_the_Communist_Party_of_Germany.svg/1024px-Flag_of_the_Communist_Party_of_Germany.svg.png

    Il y a cent ans dans la nuit du 31.12.1918 au 1.1.2019 au Preußischer Landtag des ancien social-démocrates en désaccord avec la politique réactionnaire des dirigeants SPD créent le parti communiste allemand Deutsche Kommunistische Partei (KPD). Le journal Junge Welt publie des extraits de discours de quelques fondateurs.

    Peu après le 15 janvier 1919 ses membres les plus célèbres Rosa Luxemburg et Kartl Liebknecht sont assassinés avec la complicité de Gustav Noske, un haut responsable social-démocrate qui s’était donné la tâche de mater la révolution allemande avec des troupes commandés par des officiers qui allaient constituer le noyau du pouvoir nazi quelques années plus tard.

    https://c2.staticflickr.com/8/7447/8756640357_be6f261d1d_o.jpg

    Die Gründergeneration der Kommunistischen Partei Deutschlands hat die Partei zur Jahreswende 1918/19 als Revolutionspartei konzipiert. Die Annahme, dass Kapitalismus und bürgerlicher Staat in eine ausweglose Krise geraten seien, die entweder mit der sozialen Revolution oder einer sozialen Katastrophe enden würde, einte alle Fraktionen und Strömungen der Partei. Eine bestimmte politische Taktik war damit allerdings noch nicht verbindlich vorgegeben. Die Debatten in der jungen Partei drehten sich deshalb vor allem um die Frage, wie diese Einsicht in die politische Praxis zu übersetzen sei – auf dem Gründungsparteitag in der Form einer Auseinandersetzung über die Wahlbeteiligung bzw. über die Gewerkschaften. Anfang 1922, als die ersten, aus diesen Konflikten resultierenden Abspaltungen nach links und rechts bereits erfolgt waren, hat August Thalheimer dieses zentrale Problem der Parteientwicklung in der Zeitschrift Die Internationale noch einmal umrissen: Es liege, so Thalheimer, auf der Hand, dass, sollte die Einschätzung, der Kapitalismus befinde sich in einer finalen Krise, sich als nicht zutreffend erweisen, »für die kommunistische Politik, und also für kommunistische Grundsätze und am Ende auch für die kommunistische Partei kein Boden mehr da ist. Wenn der Kapitalismus aus dieser seiner ungeheuren Krisis zu ›normaler‹ Funktion zurückkehrt, so folgt daraus politisch die Rückkehr zur ›normalen‹ sozialdemokratischen Politik und Partei, die ihre verschiedenen Färbungen und Flügel haben mag, in der aber keine grundsätzlich verschiedenen programmatischen und taktischen Einstellungen möglich sind.« Das hieß: Eine kommunistische Partei funktioniert, wenn sie sich selber ernst nimmt, nur in Krisenphasen, in denen die Möglichkeit der Revolution zumindest angelegt ist. Ein Plädoyer gegen »kommunistische Grundsätze« ist das gerade nicht: Es ist der Hinweis, dass auch eine politische Partei, die einmal mit solchen radikalen Grundsätzen angefangen hat, gefährdet ist, »zur ›normalen‹ sozialdemokratischen Politik« herabzusinken. Die Geschichte der kommunistischen Parteien im vergangenen Jahrhundert ist auch eine Geschichte dieses Verfalls. Ein Rundgang durch die großen Themen des Gründungsparteitages lohnt sich nicht zuletzt aus diesem Grund.
    Kritik des »linken« Reformismus

    Die USPD ist tot

    »Wir sehen hier, wie die USP nicht nur in ihren Führern verderbt ist, sondern, allerdings wesentlich mit durch die Politik ihrer Führer, auch in den Massen sich der Zersetzungsprozeß in einer sehr deutlichen, in einer geradezu unerträglichen Weise geltend macht. Die Mitgliedschaften, und zwar hier unter Förderung durch den Parteivorstand, der dieser Politik noch nicht abgeschworen hat, sie gehen bei den Wahlen zusammen mit den Mehrheitssozialisten. Die Mitgliedschaften verschmelzen sich in immer größerem Umfange. Wir haben in dem einen seltenen, aber wahrscheinlich bald nicht mehr so seltenen Falle Eduard Bernsteins einen Fall der Zugehörigkeit zu beiden Parteien. Dieser Vorgang kennzeichnet die innere Zersetzung, die absolute Unhaltbarkeit der ganzen Partei, nicht nur in bezug auf einzelne Personen, sondern auch in bezug auf die Zusammensetzung der Mitgliedschaften selbst. Es ist eine Scheidung notwendig. Im Grunde ist die USP bereits heute tot, und im Grunde ist dieser Austritt aus dem Kabinett nichts anderes als ein mißglückender Versuch, den Leichnam noch einmal zum Leben zu erwecken.« (Karl Liebknecht)

    Der große Trennungsstrich

    »Es gilt nun heute, jetzt, vor aller Öffentlichkeit den großen Trennungsstrich zu ziehen. Wir haben keine Gemeinschaft mehr mit der USP, wir müssen eine selbständige Partei werden. Wenn wir heute auseinandergehen, muß eine neue Partei gegründet sein, eine Partei, die im Gegensatz zu den scheinsozialistischen Parteien steht, zu denen auch die USP zu rechnen ist, im Gegensatz zu den Parteien, die das Wort Sozialismus mißbrauchen, um die Massen zu verwirren und den herrschenden Klassen in die Hände zu arbeiten, eine Partei, die entschlossen und rücksichtslos die Interessen des Proletariats vertritt, eine Partei, die geschlossen und einheitlich zusammengesetzt ist im Geiste und im Willen, eine Partei, die ein klares Programm hat, eine Partei, in der das Ziel und die Mittel zum Ziele gewählt sind mit klarer Entschlossenheit, mit einer Entschiedenheit, die nicht verwirrt werden kann, [in der] die Mittel gewählt worden sind nach den Interessen der sozialistischen Revolution, nach den Interessen, die die sozialistische Weltrevolution erfordert.« (Karl Liebknecht)

    Mitmacherei der USPD

    »Die USP (…) entstand durch Zusammenschluß verschiedenartiger Elemente, die weder in den Grundsätzen noch in der Taktik übereinstimmen und in den offiziellen Instanzen überwiegend eine verhängnisvolle scheinradikale Impotenz verkörpern. Die Politik der USP war von Anbeginn niemals eine solche der sozialistischen Klarheit, des entschlossenen Klassenkampfes, des konsequenten Internationalismus, sondern nur eine solche der opportunistischen Verworrenheit, der ängstlichen Kompromisselei, der nationalen Rechnungsträgerei und so von Anfang an zur Aktionsunfähigkeit verdammt. Seit der Novemberrevolution hat sich die Halbheit und Unsicherheit dieser Politik bis zur völligen Prinzipienlosigkeit gesteigert. Obwohl die Mehrheitssozialisten schon am 9. November unzweideutig erklärten, daß sie eine proletarisch-revolutionäre Politik auch künftig ablehnen würden, traten Vertreter der USP in das paritätische Kabinett ein. Sie haben damit der Verwirrung und Versumpfung der Arbeiter- und Soldatenmassen stärksten Vorschub geleistet, indem sie den Ebert-Scheidemann als Feigenblatt dienten. Sie haben sich acht Wochen lang aller Verbrechen und Verrätereien der ›sozialistischen‹ Regierung, deren Ziel die Wiederherstellung und Erhaltung der kapitalistischen Klassenherrschaft ist, durch Duldung oder offene Mittäterschaft mitschuldig gemacht. Sie haben die Voraussetzungen für ein rapides Anwachsen der gegenrevolutionären Mächte schaffen helfen und in verderblichster Weise dazu beigetragen, die revolutionäre Kraft der Arbeiter zu schwächen.« (Resolution, gegen eine Stimme angenommen)

    Wahlbeteiligung und Parlament

    Funktion der Nationalversammlung

    »Die Nationalversammlung wird ganz nach Wunsch der Bourgeoisie, ganz nach dem Wunsche ihrer Agenten Ebert und Scheidemann ein gefügiges Instrument in den Händen der Gegenrevolution sein. Es ist kein Zweifel, daß in dieser Nationalversammlung die Vertreter der entschlossenen revolutionären Richtung innerhalb des Proletariats in der Minderheit sich befinden werden. Parteigenossen! Trotzdem schlagen wir Ihnen vor, die Nationalversammlungswahlen nicht beiseite liegen zu lassen. Wir schlagen Ihnen vor, in diese Wahlen zur Nationalversammlung einzutreten mit aller Kraft. (Rufe: ›Niemals!‹ ›Nein!‹) Lassen Sie mich ausreden! Sprechen Sie Ihr ›Niemals!‹ erst am Schluß. Wir schlagen Ihnen vor, in diese Wahlen einzutreten und sie durchzukämpfen mit aller Erbitterung und aller Energie und aller Kampfesfreudigkeit, sage ich Ihnen, die Sie gezeigt haben in jedem Kampfe, um jede Position, die die Gegenrevolution bis jetzt vor Ihnen aufgerichtet hat. (Rufe: ›Vergeudung von Kraft!‹) Parteigenossen! Man sagt Vergeudung von Kraft. Ja, der Genosse hat recht. Wenn die Positionen, die die Gegenrevolution vor uns aufrichtet, genommen werden können ohne Kraftaufwand, ohne daß wir sie stürmen, dann hat der Genosse Kahlert recht. Solange die Bourgeoisie nicht bereit ist, das zu tun, solange wird sie uns den Kampf aufdrängen, solange sie freiwillig nicht einen Schritt zurückgeht, solange sie kämpft, solange ist es unsere Aufgabe, den Kampf mit der Bourgeoisie aufzunehmen um jede Position, in der sie sich befindet.« (Paul Levi)

    Jusqu’à la vente du terrain aux promoteurs immobiliers on pouvait visiter à Chausseestraße 121 un monument en souvenir de la fondation du prédécesseur du KPD Spartakusbund le 11. novembre 1918. Cette confédération était le fruit du travail depuis le mois d’août 1914 de socialistes de gauche rassemblés sous le nom Gruppe Internationale
    https://www.openstreetmap.org/node/2946522911

    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/04/Bundesarchiv_Bild_183-59863-0002%2C_Berlin%2C_Denkmal_Spartakus.jpg

    ADN-ZB-Kohls- 8.11.1958-Spartakus-Gedenkstätte in Berlin eingeweiht. Zu einem Höhepunkt der Veranstaltungen am Vorabend des 40. Jahrestages der Novemberrevolution wurde die Einweihung der Spartakus-Gedenkstätte auf dem Grundstück Chauseestraße 121 in Berlin-Mitte am 8.November 1958. Mehrere Hundert Berliner Bürger aus beiden Teilen der Stadt, Kampfgruppen sowie Vertreter des Magistrats, der Parteien und Massenorganisationen waren zu der bedeutsamen Feierstunde erschienen. UBz: Während der Ansprache von Professor Dr.Mette, Vorsitzender des Kulturbundes Berlin.

    Inschrift im Hintergrund:
    Spartakus das heisst Feuer und Geist, das heisst Seele und Herz, das heisst Wille und Tat der Revolution des Proletariats.
    Karl Liebknecht

    Photograph: Ulrich Kohls

    Gedenktafeln in Berlin - Spartakus
    https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/typo3temp/pics/chausseestr_121_91d12e111b.jpg
    Foto : Holger Hübner

    Der Stein, der links neben einer ehemaligen Kaufhalle stand, existiert nicht mehr. Interessanterweise gab es lt. Telefonbucheintrag im Jahr 1941 hier noch das Rechtsanwaltsbüro Dr. Wilhelm Liebknecht (Tel. 41 33 10, Privatanschrift NW 87 [Hansaviertel], Klopstockstraße 20, Tel. 39 36 32).

    Im 2. Stock des früher hier stehenden - im Zweiten Weltkrieg zerstörten - Hauses, im Anwaltsbüro der Brüder Liebknecht, trafen sich am 1. Januar 1916 unter Vorsitz von Karl Liebknecht u.a. die oppositionellen SPD-Funktionäre Käthe Duncker, Hugo Eberlein, Rudolf Lindau, Franz Mehring, Wilhelm Pieck, Georg Schumann zur 1. Reichskonferenz der „Gruppe Internationale“. Sie beschlossen „zur Aufklärung, Mobilisierung und Organisierung der Werktätigen“ die Herausgabe der „Politischen Briefe“ mit dem Titel „Spartakus“ unter der Redaktion von Leo Jogiches. Die Gruppe nannte sich am 11. November 1918 in Spartakusbund um, aus diesem entstand die KPD.

    Eine große Steinwand trug zuvor dieselbe Inschrift in ganz unwesentlich veränderter Zeilenaufteilung („der Revolution“ und „des Proletariats“ bildeten jeweils eine Zeile), darunter aber stand zusätzlich: An diesem Platz stand das Haus, in dem unter Vorsitz / Karl Liebknechts am 1. Januar 1916 / die Spartakusgruppe, die Keimzelle der Kommunistischen Partei Deutschlands gegründet wurde

    Die Gedenkstätte wurde aus Anlass des 40. Jahrestags der Novemberrevolution eingeweiht

    https://framapic.org/cQQ4CUuGEWuo/kYJDownTZwDQ.png
    prise de vue Google streetview 2008

    Hausnummern 121–131
    https://de.wikipedia.org/wiki/Chausseestra%C3%9Fe#Die_westliche_Stra%C3%9Fenseite_entlang
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/51/GWT_46%2C_Blick_auf_Chausseestra%C3%9Fe_123%2C_Mai_2012.JPG
    Blick aus der Schlegelstraße auf die Chausseestraße 121–123
    Hofansicht Chausseestraße 123

    Auf dem südlich angrenzenden freien Platz wurde zu DDR-Zeiten neben der Kaufhalle in einer kleinen Grünanlage ein Spartakus-Gedenkstein auf dem Grundstück Chausseestraße 121 aufgestellt. Unter symbolischen Flammen steht auf dieser Stele in großen Buchstaben der Name des SPARTAKUS mit einem Zitat von Karl Liebknecht und auf der Rückseite wird darauf hingewiesen, dass an diesem Platz am 1. Januar 1916 der Spartakusbund als Keimzelle der Kommunistischen Partei Deutschlands gegründet wurde. Bis zur Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht betrieb Liebknecht im früheren Haus Chausseestraße 121 zusammen mit seinem Bruder eine Rechtsanwaltspraxis. Das Haus Chausseestraße 121 wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der aus der DDR-Zeit stammende Gedenkstein steht nun neben dem Neubau der Nummer 121 und blieb somit als Teil der bewegten Geschichte dieser Straße

    https://framapic.org/vJtVmTsRcys6/pmedLSBcxuUX.png
    Les nouveaus bâtiments construites à l’adresse Chausseestraße 121 sont visibles sur cette photo de satellite pris en 2018. Il n’y a plus de trace du mémorial Spartacus.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Spartakusbund
    https://de.wikipedia.org/wiki/Rosa_Luxemburg
    https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Liebknecht

    #Allemagne #révolution #histoire #communisme #Berlin #Mitte #Chausseestraße #Niederkirchnerstraße #Prinz-Albrecht-Straße

    https://seenthis.net/messages/748685 via klaus++


  • Les Gafa dans la ville : un quartier de Berlin repousse Google
    https://www.liberation.fr/debats/2018/11/02/les-gafa-dans-la-ville-un-quartier-de-berlin-repousse-google_1689452
    https://medias.liberation.fr/photo/1168817-fuckoffgoogle_sticker.jpg?modified_at=1541168975&width=960

    L’alliance inattendue entre les riverains anticapitalistes et de jeunes expats hacktivistes dessine le nouveau combat des années à venir contre l’irruption des géants du Web dans la ville.

    Il y a toujours de bonnes raisons de détester son voisin. A fortiori quand il s’appelle Google. Depuis deux ans, des affiches « Google ist kein guter Nachbar ! » (Google n’est pas un bon voisin), s’affichaient partout sur les murs du quartier berlinois de Kreuzberg. Après une longue et intense mobilisation, les riverains viennent d’obtenir une éclatante victoire qui résonne dans le monde entier : la société renonce à installer comme prévu un « Google campus » au bord du canal de Kreuzberg. Oui, un petit quartier peut à lui seul repousser un géant du Web.

    Au nom de quoi Google ne ferait-il pas un bon voisin ? Après tout, Google est propre, poli, pas trop bruyant et paye sans doute sa tournée à la fête des voisins. Le maire de Berlin, d’ailleurs, se montrait ravi de l’investissement de Google. La capitale allemande se targue d’être une nouvelle capitale européenne des start-up, une « Silicon Allee » capable de rivaliser avec Paris ou Londres, avec son vivier de jeunes créatifs venus du monde entier. Dans ce contexte, l’argent de Google est toujours le bienvenu et la ville cherche maintenant un nouveau quartier pour installer ce campus Google. Un élu du quartier voisin de Lichtenberg propose de loger Google (sans ironie aucune)… dans l’ancien QG de la Stasi. Un haut lieu du traitement des données personnelles.

    Le vrai problème c’était Kreuzberg, et sa sociologie si particulière. Ce quartier est toujours présenté comme le foyer historique de la contre-culture et de l’anticapitalisme berlinois. C’est oublier que depuis une dizaine d’années, le quartier s’est profondément gentrifié et internationalisé, devenu l’épicentre du Berlin hipster. L’arrivée de Google, dans des locaux de 3 000 mètres carrés, n’aurait pas fondamentalement changé la donne. Au début de l’année, Factory, un immense incubateur à start-up de 150 000 mètres carrés, a ouvert ses portes quelques centaines de mètres plus loin. Un projet financé en partie par… Google. Mais le combat contre le campus est devenu hautement symbolique en coalisant les deux populations très différentes qui peuplent maintenant le quartier : les anars allemands et la jeune génération d’expats. Pour les premiers, se battre contre Google est le prolongement naturel des combats contre la gentrification. Pour les seconds – qui sont ironiquement une force majeure de gentrification de quartier –, ce n’est pas tant une question de voisinage que de combat global contre Google.

    Le site Fuck off Google, porte-étendard de la lutte, a été monté par un hacktiviste français, ancien de la Quadrature du Net. Arrivé il y a deux ans, il se fait appeler Sergey Schmidt, en référence aux noms des deux fondateurs du moteur de recherche. Dans une interview donnée à Exberliner, il raconte qu’au départ, il n’osait pas aller aux « cafés anti-Google » dans une petite librairie anarchiste… parce qu’il ne parle pas assez bien allemand. Plus que la gentrification, Sergey Schmidt dénonce une entreprise qui pratique l’évasion fiscale et la collecte massive de données et veut imposer « un futur dystopique dans laquelle la fusion entre les humains et les ordinateurs est vendue comme inévitable ». Dans les réunions de quartiers, l’activiste français haranguait les riverains : « Ce n’est pas une gentrification normale. Ceux qui veulent transformer Kreuzberg en Silicon Valley ont une idéologie derrière ».

    L’alliance hétéroclite des anars berlinois et des hacktivistes expats préfigure ce qui sera un des grands combats des années à venir : la lutte contre l’invasion pernicieuse des Gafa dans les villes. « Quatre entreprises états-uniennes (Google, Apple, Facebook, Amazon), opérant partout dans le monde et disposant de moyens financiers colossaux sont en train d’investir nos quartiers. Après avoir complètement restructuré des filières entières – l’économie numérique, l’informatique, la musique, le livre, l’alimentaire – leur prochain terrain de jeu est déjà choisi : la ville », dénonce l’adjoint au maire de Paris Ian Brossat, dans son livre Airbnb, la ville uberisée. A Paris, l’élu communiste ne lutte pas (encore ?) contre Google mais contre Airbnb, qu’il accuse de vider les quartiers de ses habitants et de promouvoir une ville-Potemkine, un Disneyland pour visiteurs étrangers.

    Les théories quelque peu paranos qu’on pouvait entendre aux réunions anti-Google à Kreuzberg – « Cela commence avec un campus et ça se termine avec Google, propriétaire de tout le quartier, qui récolte les données des habitants » – ne sont plus si dystopiques que cela. A Toronto, une filiale de Google, Sidewalk Labs, a récupéré une vaste friche industrielle de 325 hectares, pour y développer un projet test de smart city, un SimCity géant où Google pourra construire des logements, des bureaux, des parcs et surtout placer des milliers de capteurs pour recueillir des données. Toronto pose le problème de l’irruption sans élection d’un acteur majeur qui pourrait prendre à terme le pouvoir sur la ville. A Seattle, Amazon a pris possession d’une partie du centre-ville pour construire son siège social. Avec de véritables ambitions urbanistes : « Nous ne bâtissons pas un campus, mais un quartier. » Le mot « campus » lui-même, qui a sans doute agité le chiffon rouge pour les activistes de Kreuzberg, est un terme utilisé par tous les géants du Web américains pour désigner leurs sièges sociaux et bien signifier leur intervention sur la ville.

    Le projet de campus berlinois était bien plus modeste mais a fini par prendre une grande importance symbolique. Chaque victoire d’un quartier, d’un voisinage contre un géant du Web va maintenant s’inscrire dans ce combat pour la suprématie sur les villes du futur. Google n’est définitivement pas un voisin ordinaire. Peut-être qu’il paye sa bouteille à la fête des voisins, mais il souhaiterait surtout payer le wi-fi à tout le monde. Et siphonner au passage les données.

    Vincent Glad

    #Google #Gafa #gentrification #fuck_off_google #dégooglelisons #Berlin

    https://seenthis.net/messages/733786 via riff-raff




  • #Twarz, un drame satirique et politique polonais primé à la #Berlinale
    https://courrierdeuropecentrale.fr/twarz-un-drame-satirique-et-politique-polonais-prime-a-la-be

    Twarz, de la réalisatrice polonaise #Malgorzata_Szumowska a remporté le Grand Prix du Jury de la Berlinale samedi. Ce drame un peu absurde est perçu comme une satire de la #Pologne conservatrice et catholique d’aujourd’hui.

    #Culture #Article_payant #cinéma #une-sous


  • Le tiers monde en Allemagne : les écoles et les routes s’effondrent L’express.live - Audrey Duperron - 18 septembre 2017
    https://fr.express.live/2017/09/18/allemagne-infrastructure-ruine

    Aucun autre grand pays de l’UE ne peut se targuer d’avoir un plus grand excédent budgétaire que l’Allemagne. Mais les Allemands ont payé un lourd tribut pour réaliser ce prodige : leurs écoles et leurs routes sont souvent dignes de celles des pays du tiers-monde.
    https://i1.wp.com/fr.express.live/wp-content/uploads/sites/2/2017/09/gesamtschule-dabendorf-ma%CC%88rz-2017-d_web2.jpg?w=640&ssl=1
    L’Allemagne dispose d’un excédent budgétaire de 23,7 milliards d’euros, ce qui représente près de 1 % du PIB. Mais selon les experts de la KfW, la Banque allemande de développement, 126 milliards d’euros sont nécessaires pour restaurer l’infrastructure. Il faudrait débourser 33 milliards d’euros pour restaurer les écoles, et 34 autres, pour les routes.

    « Nos ponts, nos installations ferroviaires, nous écoles… Tout est cruellement obsolète et a désespérément besoin de renouvellement ou de remplacement », explique Achim Truger, de l’école berlinoise d’Economie et de Droit.

    « Le gouvernement considère le respect du “schwarze Null” [un budget équilibré sans chiffres dans le rouge] plus important que d’investir les infrastructures. L’aversion pour la dette est devenue partie intégrante du système politique allemand. C’est aussi le résultat des politiques d’austérité qui ont été menées pour corriger notre situation financière après la réunification allemande, lorsque l’on surnommait notre pays “l’homme malade de l’Europe”. »

    Pourtant, selon Truger, il existe de grandes différences entre la situation de l’État, celle des Länders, et celle des municipalités, dont certaines sont extrêmement endettées.

    N’aller aux toilettes que quand on peut pas faire autrement
    L’état déplorable de nombreuses écoles est devenu un fer de lance de la campagne législative. « Il est impossible que les toilettes de nos écoles ne fonctionnent pas, et qu’il n’y ait pas d’argent pour les réparer », a récemment déclaré Martin Schultz, la figure de proue du SPD, lors d’un meeting électoral à Hambourg.
    Une enquête officieuse de l’Organisation de la German Toilet Organization (GTO), une O.N.G. qui travaille à l’amélioration des systèmes de santé en Afrique, dresse un constat sans concession de l’état des toilettes en Allemagne. GTO a interrogé 800 étudiants dans 22 écoles de Berlin. Il en est ressorti que 53 % d’entre eux ont déclaré n’utiliser les toilettes qu’en cas d’urgence absolue. (Les photos que l’on peut voir sur cette page sont éloquentes.) Dans la ville de Berlin, un WC public sur 4 est défectueux.

    Merkel : Le problème n’est pas l’argent, mais la bureaucratie
    Schulz veut former une alliance nationale qui investirait 12 milliards d’euros dans les écoles, en obligeant le gouvernement à réinvestir une partie de l’excédent budgétaire dans l’infrastructure. Pour Angela Merkel, le problème n’est pas de trouver de l’argent, mais de développer une vision à long terme, ce qui, selon elle, est entravé par les divers niveaux de pouvoir et de bureaucratie au niveau local et au niveau des Länders.

    Selon Kai Eicker-Wolff du syndicat des enseignants GEW, c’est un problème général en Allemagne. Ceux qui voyagent en voiture de Berlin à Francfort (547 km) mettront souvent plus de 7 heures à effectuer ce trajet, bien que la vitesse ne soit pas limitée sur les autoroutes allemandes, en raison des travaux en cours sur presque tous les tronçons de la wegendek.

    Un autre exemple est fourni par le tunnel de Rastatt, qui relie l’Allemagne à l’Europe du Sud. Une partie du tunnel s’est effondrée cet été, et la circulation des trains entre les 2 pays a été suspendue en conséquence. Le transport de marchandises sur l’un des itinéraires de transport les plus importants vers l’Europe du Sud est maintenant sérieusement entravé. Des travaux routiers sont en cours sur des itinéraires alternatifs, ce qui n’a fait qu’aggraver le chaos logistique dans la région.

    #Allemagne #écoles #routes #installations_ferroviaires #WC #Berlin #Francfort #voiture #Rastatt #Angela_Merkel

    https://seenthis.net/messages/631635 via BCE 106,6 Mhz


  • Mères allemandes: le tiraillement persistant
    https://www.mediapart.fr/journal/international/160817/meres-allemandes-le-tiraillement-persistant

    Entre moins 8 et moins 14 millions d’habitants d’ici 2060. Quel que soit le scénario choisi par les démographes, la population allemande est destinée à baisser, inexorablement. Reportage dans un pays vieillissant, où la natalité reste faible malgré des mesures innovantes mises en place ces dernières années.

    #International #Allemagne #Berlin #démographie #égalité_homme-femme #femme #mère #natalité #politique_familiale #vieillissement


  • Travailler : le grand défi des #réfugiés arrivés en #Allemagne
    https://www.mediapart.fr/journal/international/110817/travailler-le-grand-defi-des-refugies-arrives-en-allemagne

    Après la vague qui a vu arriver environ un million d’exilés en 2015, l’Allemagne est confrontée à la question de leur #intégration sur le #marché_du_travail. Malgré leur volonté et leur esprit d’entreprise, les intéressés font face à un obstacle de taille : la barrière de la #langue. Reportage à #Berlin.

    #International #apprentissage #immigration #Syrie


  • Loi CEU : manifestation de soutien à #Berlin à l’université américano-hongroise
    https://hu-lala.org/loi-ceu-manifestation-de-soutien-a-berlin-a-luniversite-hongroise

    Plusieurs milliers de manifestants réunis par l’initiative « Pulse of Europe » se sont rassemblés ce dimanche à 14h à Berlin en solidarité avec les étudiants hongrois. Les manifestants ont investi la Gendarmenmarkt où trône la statut de Friedrich Schiller à Berlin ce dimanche après-midi, quelques heures avant la manifestation budapestoise en soutien à l’Université d’Europe centrale […]

    #Brèves #Article_payant #Pulse_of_Europe #Université_d'Europe_centrale


  • Amsterdam residents remove Holocaust plaque because it reminds them of Jewish tenant’s murder - Europe - Haaretz.com

    http://www.haaretz.com/world-news/europe/1.780873

    http://www.haaretz.com/polopoly_fs/1.780878.1491120426!/image/1967897991.png_gen/derivatives/headline_1200x630/1967897991.png

    City workers dislodged and relocated a postcard-sized memorial plaque from the entrance to the former home in Amsterdam of a Holocaust victim following complaints by residents.

    #struikelsteen vs #hakenkruis pic.twitter.com/UDnmUF1WXU
    — Bart de Groot (@spreeksteen) April 1, 2017

    Stadsdeel wilde struikelsteen na klachten ’een beetje’ verplaatsen https://t.co/hDyD2cR9ds pic.twitter.com/4TF16aX2vi
    — AT5 (@AT5) March 31, 2017

    The plaque – a brass cobblestone bearing the name of Joachim Elte that was embedded into the sidewalk of Nicolaas Maesstraat 3 in 2014 – was moved to a location “as far away as possible from the door” of the two residents, who have recently sued the city to have the plaque removed altogether, Sebastiaan Capel, the director of Amsterdam’s southern district told Het Parool daily on Friday.

    The two residents, who were not named, recently filed with a preliminary relief judge a motion for an injunction ordering the memorial cobblestone’s removal because Capel had ignored their demands that it be removed from anywhere in front of their residence, the daily reported.

    #Stolpersteine #berlin #rotterdam #amsterdam #mémoire #mémorial #holocause #shoah

    https://seenthis.net/messages/585018 via Reka


  • Après la cartographie expérimentale, une bonne copine m’explique qu’il faudra penser à montrer les proto-cartes. On a déjà plus ou moins participé avec l’ami @philippe_de_jonckheere a un exercice qui ressemble à la publication de proto-truc par le passé.

    là j’ai trouvé sur twitter une photo incroyable qui représente le proto-mur de Berlin sur la bernaurstrasse :

    https://dl.dropbox.com/s/c40e6aag53cu8re/proto%20mur%20de%20berlin.png?dl=0

    #mur #berlin #ddr #proto

    https://seenthis.net/messages/565431 via Reka


  • L’Allemagne, nouvelle cible des djihadistes
    https://www.mediapart.fr/journal/international/201216/l-allemagne-nouvelle-cible-des-djihadistes

    Depuis début 2016, l’Allemagne a été visée par une dizaine d’attentats et projets d’attentats fomentés par des djihadistes. Une cible « d’opportunité » pour les terroristes, au premier rang desquels on retrouve le Français récemment tué à Raqqa, #Boubakeur_El-Hakim.

    #International #attentats #Berlin #Etat_islamique #terrorisme


  • La tragédie de #Berlin provoquera-t-elle une surenchère sécuritaire ?
    https://www.mediapart.fr/journal/international/201216/la-tragedie-de-berlin-provoquera-t-elle-une-surenchere-securitaire

    L’attentat de Berlin est le premier d’une telle ampleur en Allemagne. À quelques mois des élections, Angela Merkel ne manquera pas d’être prise à partie sur les questions de sécurité. Or dès fin 2015, des lois ont été durcies et les budgets de la police et du renseignement ont connu des augmentations sans précédent.

    #International #CDU #Merke #terrorisme


  • #berlin : gare aux intox
    http://api.rue89.nouvelobs.com/2016/12/20/berlin-gare-intox-265937

    Des photos d’un homme présenté comme le chauffeur du camion qui a foncé sur un marché de Noël de Berlin, lundi soir, circulent sur les réseaux sociaux. En réalité, il s’agit de photos d’un youtubeur et d’un rappeur, comme le démontre Buzzfeed. A également resurgi la photo d’un acteur déjà utilisée dans plusieurs hoax, notamment après l’attaque de San Bernardino. Lundi soir, la police berlinoise priait les internautes de veiller à ne pas répandre de #rumeurs.

    #Sur_le_radar #Attentats


  • Le départ de #Martin_Schulz rouvre le jeu au #Parlement_européen
    https://www.mediapart.fr/journal/international/241116/le-depart-de-martin-schulz-rouvre-le-jeu-au-parlement-europeen

    Le président social-démocrate a choisi de se consacrer à la politique allemande. Parmi les candidats à la succession de celui qui incarnait la « #grande_coalition », le Français #Alain_Lamassoure.

    #International #Allemagne #Berlin #Bruxelles #europe #Jean-Claude_Juncker #social-démocratie


  • #europe : la « grande coalition » survivra-t-elle à #Martin_Schulz ?
    https://www.mediapart.fr/journal/international/241116/europe-la-grande-coalition-survivra-t-elle-martin-schulz

    Le départ de Martin Schulz du #Parlement_européen, pour se lancer dans la politique allemande, pourrait rouvrir le jeu politique à #Bruxelles. Parmi les candidats à la succession du social-démocrate allemand, le Français #Alain_Lamassoure.

    #International #Allemagne #Berlin #grande_coalition #Jean-Claude_Juncker #social-démocratie


  • Le mythe urbain des alternatifs berlinois, Emilie Arfeuil - OAI13
    http://www.oai13.com/featured/le-mythe-urbain-des-alternatifs-berlinois-emilie-arfeuil
    http://www.oai13.com/wp-content/uploads/2016/09/EMILIEARFEUIL_LESMETAMORPHOSESDEPROTEE_01.jpg

    C’est lors de mon dernier voyage que j’ai trouvé ce titre et où mon sujet s’est complètement inversé par rapport aux premières images. Plus j’ai commencé à sortir dans le milieu, à rencontrer les gens, plus leurs personnalités me sont apparues complexes, et moins ça m’a intéressé de mettre les gens dans des cases. Mon travail porte sur la #complexité de l’#identité, sur le fait qu’elle est insaisissable, je n’avais donc pas envie de rentrer dans ce jeu de dresser un tableau des punks à Berlin, même si j’ai bien quelques petits indices. J’ai donc mis de côté toutes les images faites au début, et avec elles cette question du #punk, pour aller vers quelque chose de plus intime, finalement presque moins documentaire, mais avec plus de place pour la sensibilité, la curiosité et l’ouverture à l’autre. Je cherche la connexion que je peux avoir avec les personnes que je photographie plutôt que l’exotisme de leurs différences.

    #photo #Berlin

    https://seenthis.net/messages/530233 via Agnès Maillard


  • Election à #Berlin : un test pour renverser Merkel et unir la gauche
    https://www.mediapart.fr/journal/international/170916/election-berlin-un-test-pour-renverser-merkel-et-unir-la-gauche

    L’élection du Parlement de Berlin, dimanche 18 septembre, sera marquée par l’arrivée du nouveau parti d’extrême-droite AfD. Mais ce scrutin devrait surtout aboutir au remplacement de l’actuelle grande coalition (SPD et conservateurs) par une union de la gauche réunissant le SPD, les Verts et Die Linke. Pour tous ceux qui rêvent de déboulonner Merkel en 2017, c’est un scrutin suivi de très près.

    #International #Allemagne #élection_Berlin #europe


  • Kommentar Berliner Jobcenter führt Sozialstaat ad absurdum
    http://mobil.berliner-zeitung.de/politik/meinung/kommentar-berliner-jobcenter-fuehrt-sozialstaat-ad-absurdum-2
    http://mobil.berliner-zeitung.de/image/24380344/2x1/580/290/dec1856d66d57e73bfef431aecf2dc32/wn/keine-hilfe-vom-jobcenter.jpg

    Les institutions sociales d’Allemagne ne sont plus qu’une carcasse dont les derniers agissements sont des réflexes programmés à une époque quand le système social était encore un organisme vivant. Cette hypothèse est confirmée par le cas d’une mère souffrant d’un cancer qui la rend dépendant des allocation sociales. Le Jobcenter renvoie l’infirme vers une quête de l’attestation salvatrice á travers toutes les administrations non compétentes.

    In Berlin droht eine alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern, die mittellos und krebskrank ist, ihre Wohnung zu verlieren. Sie kann ihre Miete und andere Rechnungen nicht bezahlen. Der Grund für die Misere: Sie hat versucht, beim Jobcenter ein Übergangsgeld zu beantragen, das dafür gedacht ist, schnelle Hilfe in Fällen wie ihrem zu leisten. Das ist kein zynischer Witz, sondern traurige Realität in Behörden-Deutschland.

    Schlimmer noch: Weil die Berlinerin auf schnelle Unterstützung angewiesen war, bekommt sie jetzt erst einmal gar keine. Das hat sie jetzt davon, dass sie gleich zwei deutsche Ämter in ihre Angelegenheiten hineingezogen hat.
    Jobcenter als Abwimmelungsinstanz

    Eigentlich hatte sie nämlich Arbeitslosengeld I beantragt. Weil das aber erst später kommen würde, riet man ihr, sich übergangsweise ans Jobcenter zu wenden. Und obwohl sie von wohlmeinenden Sachbearbeitern beraten wurde, obwohl sie – zumindest teilweise – die Unterstützung engagierter Behördenmitarbeiter hatte, obwohl sie seit vier Wochen Unterlagen um Unterlagen sammelt und sich nur kurz ein paar Tage Zeit für eine wichtige Krebsoperation nahm, scheitert sie an der Sozialbehörde.

    Das Jobcenter agiert als reine Abwimmelungsinstanz und schickt die Antragstellerin auf Umwege, über die man nur fassungslos den Kopf schütteln kann. Sie soll andere Hilfen beantragen, die mit Sicherheit abgelehnt werden – erst danach wird geprüft, ob man sofort helfen kann. Fügt sich die Betroffene nicht, sind ihre Ansprüche verwirkt.

    Die Pointe dieser traurigen Geschichte: Das Jobcenter begründet die Schikane mit dem Argument, man müsse sich wirtschaftlich verhalten. Zu Deutsch: Erst wenn alle anderen Behörden höchst unwirtschaftlich nachgewiesen haben, dass ihre Unterstützung nicht infrage kommt, gewährt das Jobcenter nach Wochen seine Soforthilfe. Die Betroffene lebt unterdessen von Spenden.

    Charlottenburg Wie eine kranke Alleinerziehende am Jobcenter verzweifelt
    http://mobil.berliner-zeitung.de/berlin/charlottenburg-wie-eine-kranke-alleinerziehende-am-jobcenter-

    Wer in Not gerät, sollte besser nicht aufs Jobcenter angewiesen sein. Das musste Silke Jähn* aus Charlottenburg in den vergangenen Wochen feststellen. Die 44-Jährige ist alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und hatte sich nach einer kurzen Zeit der Selbstständigkeit im Mai arbeitslos gemeldet. Kurz danach erhielt sie überraschend eine Krebsdiagnose
    ...
    Unterstützung erhielt sie dabei von vielen Behörden, doch das Jobcenter Charlottenburg-Wilmersdorf, auf dessen Zahlungen sie angewiesen ist, ließ sie im Stich. Eigentlich sollte das Center der mittellosen Frau eine Übergangszahlung anweisen. Stattdessen erhält sie seit Anfang Juni immer nur Briefe, in denen das Amt Unterlagen anfordert – und Silke Jähn anweist, aussichtslose Anträge bei anderen Trägern zu stellen.

    Krebskranke Mutter Ärger mit dem Jobcenter geht weiter
    http://mobil.berliner-zeitung.de/berlin/krebskranke-mutter-aerger-mit-dem-jobcenter-geht-weiter-24386

    Das nennt man wohl Glück im Unglück: Gegenüber der krebskranken und alleinerziehenden Mutter Silke Jähn (Name geändert) will sich das Jobcenter Charlottenburg-Wilmersdorf nun kulant zeigen. Das bedeutet in ihrem Fall allerdings nicht, dass ihr nun das erhoffte Übergangsgeld ausgezahlt wird. Das Amt hat sich vielmehr bereit erklärt, ihre Ansprüche weiter zu prüfen und nicht sofort abzulehnen.

    La situation kafkaesque a provoqué l’indignation et des protestations massives qui viennent finalement d’avoir raison de la bureaucratie immuable. Pourtant une dernière lettre absurde arrive chez la jeune femme mais elle sera sans conséquence, d’après ce qu’on nous dit.

    Berlin-Charlottenburg : Jobcenter entschuldigt sich und zahlt krebskranker Alleinerziehender Übergangsgeld | Berliner Zeitung
    http://mobil.berliner-zeitung.de/berlin/krebskranke-mutter-das-jobcenter-entschuldigt-sich-und-zahlt-

    Happy End für Silke Jähn (*Name geändert). Die alleinziehende Mutter, die arbeitslos und an Krebs erkrankt ist, bekommt ihr Übergangsgeld in den nächsten Tagen ausgezahlt. Das teilte ein Sprecher des Jobcenters am Donnerstag der Berliner Zeitung mit. „Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten“, sagte ein Sprecher.

    Das Schicksal der 44-jährigen Charlottenburgerin habe auch die Mitarbeiter der Behörde berührt, weswegen man nun schnell helfen wolle. Wie mehrfach berichtet hatte die alleinerziehende Mutter von zwei Kindern beim Jobcenter bisher vergeblich um Hilfe gebeten.
    Geld rückwirkend von Mai an angewiesen

    Stattdessen war sie aufgefordert worden, bei anderen Trägern Anträge zu stellen, die von vorneherein aussichtslos waren. „Das Jobcenter hat das Geld heute rückwirkend von Mai an angewiesen, es dürfte in den nächsten Tagen auf dem Konto sein“, sagte der Sprecher weiter. Gleichzeitig wird Silke Jähn eine umfassende persönliche Beratung darüber angeboten, welche Hilfen ihr in ihrem speziellen Fall zustehen und bei welchen Trägern sie zu beantragen sind.

    Eine Panne hat es aber doch noch gegeben. In den nächsten Tagen wird Silke Jähn einen Brief von der Arbeitsagentur erhalten, in der ihr mitgeteilt wird, dass das Arbeitslosengeld I (ALG I) eingestellt wird, weil sie länger als sechs Wochen krank sei. Dazu muss man sagen, dass Silke Jähn noch gar kein ALG I bekommen hat und auch noch nicht sechs Wochen krank ist.

    #Allemagne #Berlin #social #Kafka

    https://seenthis.net/messages/509862 via klaus++


  • Panono
    https://www.panono.com/company
    https://www.panono.com/images/views/product/accessories.85e17ffc.png

    Die Panono GmbH entwickelt zukunftsweisende Digitalkameratechnologien sowie innovative Smartphone- und Tablet-Anwendungen. Ihr erstes Produkt, die Panono 360° Camera mit 36 Einzelkameras, fotografiert mit nur einem Klick 360° Panoramen mit einer Auflösung von mehr als 100 Megapixeln. Die erste Version der Panono 360° Camera ist seit September 2015 erhältlich.

    Die Panono GmbH wurde 2012 von Jonas Pfeil, Björn Bollensdorff und Qian Qin gegründet. Sie beschäftigt inzwischen rund 30 Mitarbeiter und hat ihren Sitz in Berlin.

    #Berlin #Startup

    http://seenthis.net/messages/489429 via klaus++


  • Hanns Zischler : Papiers, cailloux, ciseaux
    https://www.mediapart.fr/journal/culture-idees/260416/hanns-zischler-papiers-cailloux-ciseaux

    Paraissent quasi simultanément en français deux livres de Hanss Zischler, La Fille aux papiers d’agrumes, et #Berlin est trop grand pour Berlin. Pas tout à fait le même genre de textes a priori : un #roman qui s’étoile autour de papiers pelure ; la traversée historique et géographique d’une métropole. Pourtant s’engage dans les deux livres un même rapport entre document et plaisirs du récit.

    #Culture-Idées #Hannz_Zischler #Littérature


  • A #Berlin, les citoyens se mobilisent tous azimuts pour les #réfugiés
    https://www.mediapart.fr/journal/international/120216/berlin-les-citoyens-se-mobilisent-tous-azimuts-pour-les-refugies

    En dépit des questions soulevées par les agressions de Cologne, la société allemande reste très active pour accueillir les réfugiés, en dehors de tout cadre institutionnel. Reportage dans une société qui bouge.

    #International ##OpenEurope #Afghans #Allemagne #asile #bénévolat #dons #Erythréens #europe #Iraniens #migrants #musée #solidarité #Syriens


  • #Die_Linke : rassembler les mouvements sociaux pour démocratiser l’Europe
    https://www.mediapart.fr/journal/international/090216/die-linke-rassembler-les-mouvements-sociaux-pour-democratiser-leurope

    Yanis Varoufakis lance à #Berlin un mouvement de refondation des institutions européennes : #DiEM25, pour « Democracry in #europe Movement 2025 ». Parmi ses alliés figure la #gauche allemande de Die Linke. Entretien avec l’une de ses représentantes, la députée #Katja_Kipping.

    #International #austérité #réfugiés #union_européenne #Yanis_Varoufakis


  • Un mois après #Cologne, l’enquête piétine, la rumeur enfle
    https://www.mediapart.fr/journal/international/050216/un-mois-apres-cologne-lenquete-pietine-la-rumeur-enfle

    Près de la cathédrale de Cologne, le 4 février 2016. © Reuters Alors que débute le carnaval de Cologne, de nombreuses zones d’ombre demeurent dans l’enquête sur les violences sexistes ayant eu lieu dans cette ville allemande la nuit du nouvel an. Nuisant au débat public, le flou est exploité en priorité par les mouvements d’extrême droite islamophobes.

    #International #Allemagne #Berlin #réfugiés #violences_faites_aux_femmes


  • #réfugiés : l’Allemagne face à son pari historique
    https://www.mediapart.fr/journal/international/300116/refugies-lallemagne-face-son-pari-historique

    Rosa Wannek, 25 ans, une des bénévoles du Lageso de #Berlin (septembre 2015). Les réfugiés l’ont surnommée « Warda » ("Rose", en arabe) © Mathieu Magnaudeix L’Allemagne a accueilli plus d’un million de demandeurs d’asile l’an dernier. Les agressions de Cologne et les défis colossaux de l’intégration ne doivent pas faire oublier la façon dont la première puissance européenne et sa population se sont mobilisées depuis que les réfugiés affluent vers l’Europe.

    #International #AFD #Allemagne #CDU #CSU #europe #migrants #Pegida #racisme #SPD #xénophobie